Pfadfinder-Hajk Leichlingen Naturfreunde

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Nur für Pfadfinder

Startfoto Da wir mit unseren großen Pfadis mal etwas besonderes unternehmen wollten suchten wir Leiter ein Ziel aus wo wir übernachten konnten und was nicht zu weit weg ist. Der Marsch sollte also nur ein Tag dauern damit der Rucksack nicht zu schwer wird. So fanden wir die Strecke von Monheim am Rhein bis Campingplatz Leichlingen für eine geeignete Rute.

Gepäck

Gepäck Also sagten wir unseren Großen Bescheid und ließen sie nach Ansage packen: Schlafsack, Isomatte, Schlafanzug, Waschsachen, Regenjacke, Abendessen, Frühstück und 1 L Wasser.
Alles andere ist freiwillig zu tragen. Das alleine war schon die 1. Aufgabe und auch Herausforderung. Was braucht man für einen Rucksack? Und wie packt man den am besten? Muss man mal gemacht haben oder sich vom SiFü zeigen lassen. Was nimmt man überhaupt zu essen mit und was ist eher unpraktisch? Wie viel ist genau richtig? Und mit all diesen Fragen trafen wir uns am 24. Juli um 13 Uhr.

Der Weg

Stoppelfeld Weg So hatten wir ca. 4 - 5 h laufen geplant. Aber die Rute mussten die Pfadis erst mal selber bestimmen. Also Karte her und Bleistift raus, alles wurde abgestimmt und eingezeichnet. Während des Laufens muss klar sein wo es hingeht. Wir wollen durch die Wiesen und am Wald entlang gehen, wir nehmen die Strecke durch die Wiesen, so sagten die Pfadis uns wo es lang geht. Wir freuten uns sehr über die Motivation und die Auswahl durch die schöne Schöpfung zu laufen. Gesagt getan… und so liefen wir ca. 14 Uhr los. Nach einer Weile, aus Monheim raus kamen wir an einem Stück Wald. Stoppelfeld Weg Ja, da müssen wir durch, also erst mal an Bienenstöcken vorbei ab in den Wald, da war ein Weg und den liefen wir, bis nichts mehr ging. Irgendwie endete der Weg und wir wussten nicht wohin. Da wurde uns auf einmal bewusst wo wir sind als wir dieses riesig schöne Haus durch die Bäume sehen konnten, es war das Schloss Laach. Gott sei dank war jemand da und der war auch noch sehr Hilfsbereit. Er zeigte uns wie wir durch sein Garten wieder zur Straße finden. Also kurze Pause und neue Lagebesprechung und weiter geht es. Das Wetter war auch super und so hatten wir doch so unseren Spaß manch unbekannte Gegend zu durchlaufen. Nach einigen Kilometern in Langenfeld waren die Pfadfinder doch auch schon ermüdet, so langes laufen mit Rucksack waren sie nicht gewohnt und es zeigt sich auch relativ schnell wer das richtige Schuhwerk an hatte. Stoppelfeld Weg Wir machten also immer wieder kleine Pausen, tranken und snackten etwas zur Stärkung. Sangen Lieder die wir auswendig konnten und erfreuten uns an der schönen Natur. Es waren noch einige Kurven die wir in kauf nahmen, weil derjenige der die Karte hatte vielleicht nicht ganz genau geschaut hat. Aber das war ja die Aufgabe von den Pfadis. Und so kamen wir doch noch mit super Sonnenschein in Leichlingen an.

Lagerleben

Angekommen Der Campingplatz selber machte keinen modernen Eindruck, aber für eine Nacht war das sicher ok. Wir hatten eine Wiese für uns ganz alleine - das war schon cool. Erst mal die Toilette suchen und Schuhe ausziehen :-) So erholten wir uns erst mal auf der Wiese und kamen einfach mal an. Abendessen Allmählich packten wir unsere Sachen für das Abendessen aus, setzten uns im Kreis und fühlten uns so gut wie schon lange nicht mehr - wir haben 14 km gelaufen. Endlich ausruhen und sitzen und essen. Wir hatten noch einen kleinen Kocher dabei, so gab es noch für alle warme Gemüsebällchen und danach wurde Tschai gekocht. Ein echter Pfadfinder Abend. Als alle satt und sitt waren haben wir noch gesungen und eine Andacht gehört. Dann mussten wir uns aber um das Nachtlager kümmern. Tarp 1 Wir hatten 2 Tarps dabei. Das kleine für 2 Frauen war super zwischen 2 Wäschestangen aufgehängt und das Große für die 3 Jungens war riesig und gut zwischen den Bäumen verknotet. Tarp 1 Da wir das alles mit Schnur und Knoten super aufgebaut haten war nun für die Nacht gesorgt. So setzen wir uns noch einmal mit Kerzenlicht zusammen und beendeten den Abend mit einem Lied und Gebet. Alles macht sich fertig und geht in den Schlafsack.

Der nächste Tag

Abreise Da es nicht wirklich kalt war haben alle gut geschlafen und freuten sich am Morgen auf das Frühstück. Die Frühaufsteher machten Feuer - ach ne, es war doch der Campingkocher und machten Wasser heiß. So gab es für Erwachsene Kaffee und für alle anderen die wollten Tee. Wir hatten noch extra Brötchen dabei, die wurden über dem Kocher kurz getostet und schon hatten wir alle ein super Frühstück. Auf jeden Fall wurden alle satt. Da wir sonst kein Programm am Platz geplant haben machten wir erst uns selbst start klar, also alle noch mal zur Toilette und dann das Gepäck. Alles abbauen und verstauen. Da wir ja einiges gegessen hatten war so manch einer schon einige Lasten los :-)

Der Rückweg

Rueckreise Nachdem wir dem freundlichem Vereinsvorsitzendem die Übernachtung bezahlt haben marschierten wir recht früh los. Jeder spürte den Rucksack noch von gestern auf den Hüften oder die Füße noch deutlicher als vorher und die Route für den Heimweg wurde sofort allen klar: “Wir nehmen die Hauptstraße!” In nur 9 km sollten wir zuhause sein, das war unschlagbar gegen den Schmerz den jeder irgendwo spürte. Irgendwie waren alle hoch motiviert in nur sehr kurzer Zeit wieder in Monheim zu sein. Das sollte auch eine gute Weile so bleiben, bis es anfing zu regnen. Da hatte dann keiner mehr Lust zu laufen und wir blieben eine Zeit an einer Hecke “im Trockenen” stehen. Beschlossen aber doch weiterzulaufen um so schnell wie möglich zu Hause anzukommen. In Langenfeld schien dann erst mal die Sonne und wir machten auf dem kleinem Rasen an der Hauptstraße Pause. Trinken, essen und überlegen wo jetzt der wirklich kürzeste Weg ist. Und weiter geht es Richtung S-Bahn. Und schon waren wir quasi in Monheim. Als wir kurz hinter dem Dehner waren begann es noch einmal zu regnen und wir stellten uns wieder unter einem Baum unter. Dieser Schauer war noch kürzer und wir konnten schnell weiter gehen, manchen ging es dann auch einfach zu schnell, nun war die Luft ganz raus. Aber als wir kurz danach an der Autobahn waren und dann das Ortschild Monheim am Rhein feierten und mit einem Foto besiegelten ging es recht gut weiter. Nun war es nur noch die Opladener Straße und man glaubt es gar nicht wie gut und schnell die Pfadfinder die letzten 3 km gelaufen sind. Lustiger Weise haben wir an der nächsten Kreuzung unseren Siedlungsführer getroffen, ein kleines aufmunterndes Gespräch und weiter ging es. Diesen Teil der Strecke kennen wir nur allzu gut, die laufen wir sehr oft sonntags von der Gemeinde nach Hause.

Am Ziel

Am Ziel So kamen wir in nur 3 h wieder zu Hause an, die Pfadis waren wirklich tapfer und alle hatten sich eine heiße Dusche verdient. Danach gab es für alle Pizza, denn ein ordentliches Mittagessen macht alles wieder gut. Anschließend gab es eine Feedback Runde. Generell fanden sie es dann doch ganz gut. Es laufen eben nicht alle Pfadfinder gleich gerne einen Hajk, aber letztendlich ist es immer ein Abenteuer. Wir werden auf jeden Fall für nächsten Sommer etwas planen, mal schauen wer dabei ist? Gut Pfad! Känga

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